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Aktivitäten zum Mitmachen für junge Denkerinnen und Denker

8 Über Veränderung nachdenken

Diese Aktivität soll das Verständnis der Kinder für Veränderung, Freiheit und unsere Verbindung zur Natur fördern. Durch die Verbindung von philosophischen Gesprächen, praktischem Erkunden und digitalen Werkzeugen entdecken die Kinder, wie sie selbst und die Welt um sie herum sich ständig verändern.

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8 Über Veränderung nachdenken

Dialog

Diese Aktivität soll das Verständnis der Kinder für Veränderung, Freiheit und unsere Verbindung zur Natur fördern. Durch die Verbindung von philosophischen Gesprächen, praktischem Erkunden und digitalen Werkzeugen entdecken die Kinder, wie sie selbst und die Welt um sie herum sich ständig verändern.

Aufgabe 1: Philosophisches Erkunden mit Fragmenten

  1. Stellen Sie den Kindern zunächst einen Philosophen namens Heraklit von Ephesos vor, der vor langer Zeit lebte und intensiv darüber nachdachte, was Veränderung ausmacht. Erklären Sie, dass von seinen Schriften nur „Fragmente“ erhalten sind, also kleine Teile wie bei einem Puzzle. Trotzdem können wir aus seinen Gedanken lernen und darüber sprechen. Lesen Sie eines dieser Fragmente vor:

    Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen, denn es ist nicht mehr derselbe Fluss, und man selbst ist nicht mehr derselbe Mensch.

    Heraklit von Ephesos
  2. Sprechen Sie darüber, was Heraklit damit gemeint haben könnte und wie sich die Aussage verstehen lässt. Helfen Sie den Kindern möglichst zu erkennen, dass man der Aussage sowohl zustimmen als auch widersprechen kann. Nutzen Sie diese Leitfragen, um ihre Gedanken anzuregen:

    1. Was ist ein Fluss?
    2. Ist ein Fluss wie ein Ozean?
    3. Was kann man an einem Fluss machen?
    4. Spielt die Größe eines Flusses eine Rolle?
    5. Spielt die Größe eines Menschen eine Rolle?
    6. Kann ein Fluss seine Größe verändern?
    7. Verändern sich Menschen ständig?
    8. Sind manche Veränderungen wichtiger als andere?
    9. Kann ein Fluss frei sein?
    10. Kann ein Mensch frei sein?
  3. Ermutigen Sie die Kinder zu sagen, ob sie einander zustimmen oder widersprechen. Helfen Sie ihnen zu verstehen, dass wir unterschiedliche Gedanken haben und trotzdem gemeinsam nachdenken können. Durch diesen Dialog beginnen sie zu verstehen, dass Veränderung zum Leben gehört und gemeinsames Nachdenken uns helfen kann, komplexe Ideen zu verstehen.

Aufgabe 2: Veränderungen in der Natur beobachten

  1. Machen Sie die Kinder mit Wachstum und Veränderung in der Natur vertraut, indem Sie ihnen ein Zeitraffervideo zeigen, in dem eine Bohne keimt und wächst. Erklären Sie, dass sich Pflanzen beim Wachsen ebenso verändern wie Flüsse und Menschen. Erzählen Sie ihnen, dass sie nun selbst das Wachstum einer Bohne beobachten können, genau wie im Video.
  2. Jedes Kind oder jede Gruppe pflanzt eine Bohne in ein Glasgefäß mit Erde und stellt es an einen Platz mit Sonnenlicht. Die Kinder beobachten ihre Bohne jeden Tag und halten alle Veränderungen fest, die sie sehen. Mit einem Tablet oder Smartphone können sie täglich Fotos vom Wachstum der Pflanze machen. Schauen Sie sich nach etwa 25 Tagen gemeinsam alle Fotos an. Sie können sie in einer Reihe anordnen, um die Veränderungen im Lauf der Zeit sichtbar zu machen. So können die Kinder erkennen, wie sich die Bohne mit der Zeit verändert, und diese Veränderungen mit dem Begriff des Wandels verbinden.
  3. Erweitern Sie diese Erfahrung, indem Sie verschiedene Samen einführen, zum Beispiel Sonnenblumen, Mais oder Radieschen. Ermutigen Sie die Kinder, zu beobachten, wie jede Pflanze auf ihre eigene Weise wächst. Helfen Sie ihnen zu erkennen, dass sich jede Samenart anders entwickelt, so wie auch jeder Mensch und jeder Fluss besondere Eigenschaften hat.

Aufgabe 3: Eine „Flusslandschaft“ mit Natur und Kunst gestalten

  1. Machen Sie den Begriff Fluss nun anschaulich, indem Sie den Kindern Bilder oder kurze Videos von Flüssen über und unter Wasser zeigen. Bitten Sie sie, darüber nachzudenken, was ein Fluss ist, welche Lebewesen ihn umgeben und welche in ihm leben. Regen Sie sie dazu an, über Fragen wie diese nachzudenken:

    1. Was kann man an einem Fluss machen?
    2. Was kann man in einem Fluss finden?
    3. Woher kommt der Fluss?
    4. Aus welchen Teilen besteht ein Fluss?
    5. Was könnt ihr in einem Fluss machen?
  2. Stellen Sie den Kindern Materialien zum Gestalten ihrer eigenen „Flusslandschaft“ zur Verfügung. Darin können sie zum Beispiel Pflanzen, Felsen und Tiere oberhalb der Wasseroberfläche sowie Fische, Pflanzen und Steine unter Wasser darstellen. Bei dieser praktischen Aktivität können sie ihre Vorstellung von Flüssen als lebendigen, sich verändernden und mit Leben erfüllten Räumen kreativ ausdrücken.
  3. Sie können den Kindern auch ein Bilderbuch ohne Worte wie „Praia-Mar“ vorstellen. Lassen Sie sie abwechselnd darin „lesen“, indem sie eigene Geschichten darüber erfinden, was auf den einzelnen Seiten geschehen könnte. Besprechen Sie gemeinsam die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Flüssen und Ozeanen. So erhalten die Kinder die Gelegenheit, ihre Vorstellungen von Flüssen und Ozeanen und deren besonderen Eigenschaften auszudrücken.

Aufgabe 4: Wasser auf unserem Planeten – Gewässer der Welt erkunden

  1. Laden Sie die Kinder ein, auf einer großen Weltkarte verschiedene Gewässer zu betrachten, und zeigen Sie ihnen bekannte Flüsse, Meere, Seen und Ozeane. Ermutigen Sie sie, ein Gewässer auszuwählen, über das sie noch wenig wissen. Suchen Sie gemeinsam nach einfachen Informationen oder Fotos dieser Orte, damit die Kinder mehr darüber erfahren. Lassen Sie sie weitere Fragen stellen, zum Beispiel:

    1. Wie sieht dieses Wasser aus?
    2. Welche Tiere könnten hier leben?
    3. Könnt ihr erkennen, welche Gewässer salzig sind und welche nicht?
    4. Hat das Wasser in verschiedenen Teilen der Welt unterschiedliche Farben?
    5. Was können Menschen in verschiedenen Teilen der Welt in unterschiedlichen Gewässern machen?
  2. Nutzen Sie die Neugier der Kinder, um über die Bedeutung des Wassers für alles Leben auf der Erde zu sprechen. Kehren Sie zum Schluss zum Gedanken von Wandel und Veränderung zurück: Fragen Sie die Kinder, ob Menschen ihrer Meinung nach helfen können, Flüsse und Ozeane zu schützen, und was mit unserem Planeten geschieht, wenn sich Wasserquellen verändern. So regen Sie die Kinder dazu an, über ihre Verbindung zur Natur nachzudenken und darüber, wie sie für sie sorgen können.
  3. Wenn das Gespräch darüber, was einen Fluss ausmacht, ins Stocken gerät, bitten Sie die Kinder, auf die eine Seite eines Blattes einen Fluss und auf die andere Seite einen Ozean zu zeichnen. So können sie beide Gewässer vergleichen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede entdecken. Manchmal tauchen Gedanken in einer Zeichnung auf, die sich nur schwer in Worte fassen lassen. Wenn die anderen die Zeichnung sehen, wird es leichter, darüber zu sprechen.