1.1 Kinder als aktive Gestalter ihres Wissens
Konzeptionelle Leitlinien
Das Konzept „Kinder als aktive Gestalter ihres Wissens“ erkennt Kinder als aktive Beteiligte an ihrem eigenen Lernprozess an. Dieser Ansatz steht im Einklang mit der UN-Kinderrechtskonvention (KRK), die das Recht von Kindern betont, sich auszudrücken und ihre Bildungserfahrungen aktiv mitzugestalten.
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Aktive Beteiligung:
Kinder sollten als kompetente Persönlichkeiten wahrgenommen werden, die einen bedeutsamen Beitrag zu ihrem eigenen Lernen und zur Gemeinschaft leisten können. Sie bringen ihre eigenen Perspektiven, ihre Kreativität und ihre Ideen ein und bereichern damit den Bildungsprozess.
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Handlungsfähigkeit und Ausdruck:
Die KRK unterstreicht, wie wichtig es ist, das Recht von Kindern zu achten, ihre Meinung in allen sie betreffenden Angelegenheiten frei zu äußern. Dazu gehört auch, Bildungsumgebungen so zu gestalten, dass sie Kinder dazu ermutigen, sich auszudrücken, ihre Umwelt zu erkunden und Entscheidungen zu treffen.
Methodische Leitlinien
Für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren können die folgenden Methoden dazu beitragen, eine Umgebung zu schaffen, in der sie wirksam Wissen aufbauen können:
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Kindzentriertes Lernen:
Pädagogische Aktivitäten sollten sich an den Interessen und Entwicklungsständen der Kinder orientieren. Dies fördert Neugier und intrinsische Motivation.
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Spielerisches Lernen:
Spielen ist ein wesentlicher Bestandteil der frühkindlichen Entwicklung. Im Spiel erkunden Kinder ihre Umwelt, experimentieren und lernen, die Welt um sie herum zu verstehen.
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Schrittweise Lernunterstützung:
Pädagogische Fachkräfte und Betreuungspersonen sollten Kinder dabei unterstützen, an ihr vorhandenes Wissen anzuknüpfen, und sie zu neuen Erkenntnissen hinführen.
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Gemeinsames Lernen:
Gruppenaktivitäten fördern soziale Kompetenzen und den Wissensaustausch und ermöglichen Kindern, voneinander zu lernen. Das bedeutet zugleich, dass Inklusion im Mittelpunkt des gemeinsamen Lernens steht.
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Philosophischer Dialog:
Die Didaktik der Nachdenkgemeinschaft, angepasst an Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren, soll den Rahmen für pädagogische Maßnahmen bilden, die Kinder in ihrer Rolle als aktive Gestalter ihres Wissens stärken (beispielsweise indem ihre eigenen Fragen für den Wissensaufbau genutzt werden).