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Aktivitäten zum Mitmachen für junge Denkerinnen und Denker

1 Netz des Lebens – Unsere Nachdenkgemeinschaft aufbauen

Diese Aktivität hilft Kindergartenkindern, die Verbundenheit aller Lebewesen auf der Erde zu verstehen, indem sie gemeinsam ein Netz gestalten. Das praktische Gestalten und die anschließenden Gespräche fördern Zusammenarbeit und Nachdenken und führen in das Thema Nachhaltigkeit ein. Ziel ist es, ein Gefühl des gemeinsamen Forschens und Fragens zu entwickeln und zugleich zu verdeutlichen, wie alle Teile der Natur miteinander verbunden sind, um das Umweltbewusstsein zu stärken. Die Art und Weise, wie das Garn Verbindungen sichtbar macht, soll veranschaulichen, wie aus Ideen Bilder entstehen, die die dargestellten Zusammenhänge mehr oder weniger gut erfassen können.

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1 Netz des Lebens – Unsere Nachdenkgemeinschaft aufbauen

Dialog Einstiegsaktivität 1

Diese Aktivität hilft Kindergartenkindern, die Verbundenheit aller Lebewesen auf der Erde zu verstehen, indem sie gemeinsam ein Netz gestalten. Das praktische Gestalten und die anschließenden Gespräche fördern Zusammenarbeit und Nachdenken und führen in das Thema Nachhaltigkeit ein. Ziel ist es, ein Gefühl des gemeinsamen Forschens und Fragens zu entwickeln und zugleich zu verdeutlichen, wie alle Teile der Natur miteinander verbunden sind, um das Umweltbewusstsein zu stärken. Die Art und Weise, wie das Garn Verbindungen sichtbar macht, soll veranschaulichen, wie aus Ideen Bilder entstehen, die die dargestellten Zusammenhänge mehr oder weniger gut erfassen können.

Materialien

  • Garn oder Schnur
  • Naturgegenstände (Steine, Stöcke, Blätter, Blumen oder andere von der Natur inspirierte Gegenstände)
  • Spielzeugtiere oder Bilder
  • Ein großer Bereich (idealerweise draußen oder im Gruppenraum mit genügend Platz, damit sich die Kinder bewegen können)

Aufgabe 1: Was ist Natur?

  1. Erklären Sie zunächst, dass alle Lebewesen, etwa Tiere, Bäume und Menschen, einander zum Leben brauchen. Verwenden Sie einfache Formulierungen wie: „In der Natur sind wir alle miteinander verbunden, so wie in einem Spinnennetz alle Fäden miteinander verbunden sind.“

  2. Sehen Sie sich ein Buch an oder suchen Sie online nach Material, das verschiedene Lebensräume und Arten zeigt und erklärt, wie diese voneinander abhängig sind (z. B. Bienen und Blumen, Bäume und Tiere).

Diskussionsplan: Mit der Natur verbunden sein

  1. Welche Teile der Natur brauchen Menschen, um glücklich zu leben?
  2. Welche Tiere und Pflanzen brauchen wir, um glücklich zu leben?
  3. Welche Tiere brauchen Menschen, um glücklich zu leben?
  4. Welche Pflanzen brauchen Menschen, um gut zu wachsen?
  5. Wie helfen Menschen den Tieren?
  6. Wie helfen Tiere uns?
  7. Helfen Pflanzen auch anderen Tieren?
  8. Kann ein sehr kleines Lebewesen einem richtig großen helfen?
  9. Können Menschen und manche andere Tiere Freunde werden?
  10. Können Menschen Tieren helfen, auch wenn diese nicht um Hilfe bitten?

Inklusion ermöglichen

Manchmal gibt es in einer Gruppe Kinder, deren Erstsprache sich von der Sprache im Kindergarten unterscheidet. Ihnen kann die Beteiligung schwerfallen, obwohl es für sie besonders wichtig ist, dem Gespräch zuzuhören. Ermutigen Sie am Ende der Aktivität jedes Kind, etwas aus der Natur oder eine Verbindung in der Natur zu zeichnen (wie in den verwendeten Büchern), und lassen Sie alle etwas zu ihrer Zeichnung sagen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, die Kinder in ihrer eigenen Sprache sprechen zu lassen, wenn sie sich in der im Kindergarten verwendeten Sprache noch nicht ausdrücken können.

Aufgabe 2: Das „Netz des Lebens“ knüpfen

  1. Versammeln Sie die Kinder im Kreis. Geben Sie jedem Kind Naturgegenstände (Stöcke, Blätter, Steine) und Spielzeugtiere oder Bilder. Jeder Gegenstand steht für einen Teil der Umwelt: Pflanzen, Tiere, Menschen und die Erde selbst.
  2. Geben Sie einem Kind ein Garnknäuel. Es hält das Ende des Fadens fest, benennt laut den Gegenstand oder das Tier, das es in der Hand hält (z. B. „Ich bin ein Baum“), und gibt das Knäuel an ein anderes Kind weiter. Dieses hält ein anderes Naturelement oder Lebewesen, das mit dem ersten in Verbindung steht (z. B. „Ich bin ein Vogel, der im Baum lebt“). Dann wandert das Garn zum nächsten Kind (z. B. „Ich bin ein Zweig, den der Vogel braucht, um sein Nest zu bauen“). Das Garn wird so lange weitergegeben, bis alle miteinander verbunden sind.
  3. Beim Weitergeben des Garns entsteht ein greifbares „Netz“, das die Verbindungen zwischen allen Elementen zeigt. Jedes Kind trägt zum Netz bei, indem es seine Beziehung zu einem anderen Teil der Natur erklärt. (Inklusion ermöglichen: Verwenden Sie die Zeichnungen aus Aufgabe 1 für Kinder, denen es schwerfällt, sich sprachlich auszudrücken.)
  4. Je mehr Kinder das Garn weitergeben, desto größer wird das Netz, bis ein großes Geflecht entsteht. Ermutigen Sie die Kinder, mit dem Netz zu experimentieren. Was passiert, wenn ein Kind am Netz rüttelt? Was passiert, wenn ein Kind den Faden loslässt?

Diskussionsplan: Verbindungen verstehen

  1. Warum sind Dinge mit anderen Dingen verbunden?
  2. Gibt es ein großes Netz wie das, das wir geknüpft haben, oder gibt es viele?
  3. Wird das Netz der Verbindungen zerstört, wenn ein Element ausgeschlossen wird?
  4. Was passiert, wenn ein Teil des Netzes verschwindet?
  5. Ist jede einzelne Verbindung entscheidend dafür, dass das Netz der Verbindungen erhalten bleibt?
  6. Kann das Netz aus Versehen beschädigt werden?
  7. Kann das Netz absichtlich beschädigt werden?
  8. Was kann jeder Teil des Netzes tun, um sich um das Netz zu kümmern?
  9. Was kann jeder Teil tun, um sich um etwas anderes im Netz zu kümmern?
  10. Kann ein Netz in ein anderes Netz von Verbindungen verwandelt werden?

Aufgabe 3: Eine Skulptur der „Gemeinschaft des Lebens“ gestalten

  1. Gehen Sie nach der Aktivität mit dem Garn nach draußen und laden Sie die Kinder ein, Naturmaterialien zu sammeln (Stöcke, Steine, Blätter). Gemeinsam gestalten sie daraus eine Skulptur ihrer „Gemeinschaft des Lebens“. Das kann ein einfaches Nest, ein kleiner „Wald“ oder ein „Dorf“ sein, das die Orte darstellt, an denen Tiere, Pflanzen und Menschen zusammenleben.
  2. Ermutigen Sie die Kinder zur Zusammenarbeit, sodass jedes Kind einen Teil zur Skulptur beiträgt (z. B. fügt ein Kind einen Baum für Vögel hinzu, ein anderes Steine für Insekten usw.).

Inklusion ermöglichen

Achten Sie darauf, dass jedes Kind unabhängig von seinen Bewegungs- oder Sprachfähigkeiten mitmacht und dass unterschiedliche kognitive Voraussetzungen oder sprachliche Schwierigkeiten kein Kind von der Teilnahme ausschließen.

Diskussionsplan: Verbindungen verstehen

  1. Könntet ihr das, was wir gemacht haben, auch allein machen?
  2. Was ist anders, wenn man es zusammen mit anderen macht?
  3. Reichen zwei Menschen aus, um es so zu machen wie wir?
  4. Wie viele Menschen brauchen wir eurer Meinung nach, damit es sich so anfühlt, als würden viele gemeinsam daran arbeiten?
  5. Was wäre, wenn jemand anderes käme und einen Teil unserer Skulptur wegnehmen würde?
  6. Wie könnten wir dieser Person erklären, dass sie unsere Skulptur nicht verändern soll?
  7. Dürfen wir die Skulptur zerstören, weil wir sie gebaut haben?
  8. Sollten wir auch Dinge schützen, die wir nicht selbst gebaut haben?
  9. Wenn eine Skulptur durch die Natur verändert wird (Abtragung, Wind usw.), ist das anders, als wenn ein Mensch sie verändert?
  10. Darf die Skulptur zerstört werden, wenn wir ein Foto von ihr gemacht haben?