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Aktivitäten zum Mitmachen für junge Denkerinnen und Denker

10 Über Abfall nachdenken und Fantasiewelten gestalten

Zeigen Sie den Kindern, wie Bilder manipuliert werden können und wie einfach es ist, gefälschte Fotos zu erstellen. Diese Aktivität hilft ihnen zu verstehen, dass nicht alle Bilder die Wirklichkeit wiedergeben, und fördert ihr kritisches Beobachtungsvermögen. Dadurch werden sie für Umweltfragen sensibilisiert und auf Details aufmerksam, die oft unbemerkt bleiben. Dazu gehören etwa gesellschaftliche Widersprüche: Einerseits werden Menschen dazu angehalten, auf Plastiktüten zu verzichten, andererseits werden Waren in Plastik verpackt, um sie günstiger zu verkaufen und die Menschen zum Kauf größerer Mengen zu zwingen.

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10 Über Abfall nachdenken und Fantasiewelten gestalten

Digitales

Zeigen Sie den Kindern, wie Bilder manipuliert werden können und wie einfach es ist, gefälschte Fotos zu erstellen. Diese Aktivität hilft ihnen zu verstehen, dass nicht alle Bilder die Wirklichkeit wiedergeben, und fördert ihr kritisches Beobachtungsvermögen. Dadurch werden sie für Umweltfragen sensibilisiert und auf Details aufmerksam, die oft unbemerkt bleiben. Dazu gehören etwa gesellschaftliche Widersprüche: Einerseits werden Menschen dazu angehalten, auf Plastiktüten zu verzichten, andererseits werden Waren in Plastik verpackt, um sie günstiger zu verkaufen und die Menschen zum Kauf größerer Mengen zu zwingen.

Inklusion ermöglichen

Verdeutlichen Sie anhand von Beispielen, dass alle dazugehören, auch wenn sich ihre Vorstellungskraft von der der Mehrheit unterscheidet, und dass unterschiedliche Vorstellungen die Fantasie aller bereichern. Weisen Sie darauf hin, dass im Laufe der Menschheitsgeschichte Menschen mit ganz unterschiedlichen Vorstellungen zur Entwicklung von Wissenschaft, Technik, Kunst und Geisteswissenschaften beigetragen haben.

Aufgabe 1: Permanent Error

  1. Erklären Sie, dass ein Fotobuch eine Sammlung von Fotografien ist, die mit Bildern eine Geschichte erzählt. Betrachten Sie gemeinsam das Fotobuch „Permanent Error“ von Pieter Hugo. Sie können sich die Bilder auch online ansehen.
  2. Fragen Sie die Kinder, was die Bilder ihrer Meinung nach zeigen. Erklären Sie ihnen, dass sie die Geschichte von Agbogbloshie erzählen, einer der ehemals größten Mülldeponien der Welt. Dort leben 80.000 Menschen. Jeden Tag wurden riesige Mengen Elektroschrott, vor allem Fernseher und Computer, verbrannt, um wertvolle Metalle zu gewinnen. Dieser Elektroschrott kam aus der ganzen Welt, hauptsächlich aber aus Europa und den USA.

Diskussionsplan: Wie können wir mit Abfall umgehen?

  1. Was passiert mit unserem Müll?
  2. Können Menschen weniger Müll verursachen?
  3. Verursachen verschiedene Menschen unterschiedliche Mengen und Arten von Abfall?
  4. Können Menschen ganz aufhören, Müll zu verursachen?
  5. Können Länder weniger Müll verursachen?
  6. Kann jeder Müll irgendwie wiederverwendet werden?
  7. Was ist Abfall?
  8. Kann etwas für einen Menschen Abfall und für einen anderen wertvoll sein?
  9. Können wir aus unserem Müll etwas Wertvolles herstellen?
  10. Können Menschen weniger Abfall verursachen?

Philosophische Übung

  1. Vergleichen Sie Müll und Abfall: Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es, und was kann man dagegen tun?
  2. Überlegen Sie, ob die aufgeführten Dinge zu Müll werden (oder Müll verursachen) können, ob sie zu Abfall werden (oder Abfall verursachen) können und was Menschen dagegen tun können.
  3. Überlegen Sie bei jedem Eintrag, ob daraus Müll (alltäglicher Hausmüll), Abfall (ein umfassenderer Begriff für alle Arten entsorgter Materialien) oder beides wird. Was können Menschen bei jedem Eintrag tun, um die Menge an Müll oder Abfall zu verringern?
Arbeitsblatt: Müll, Abfall und was Menschen bei jedem Eintrag tun können.
Eintrag Müll Was können Menschen tun? Abfall Was können Menschen tun?
Lebensmittel
Papier
Spielzeug
Kleidung
Telefone
Computer
Autos
Supermärkte
Fabriken

Aufgabe 2: Ein Fotobuch mit Gedanken aus den bisherigen Gruppengesprächen gestalten

  1. Erklären Sie den Kindern, dass sie ihr eigenes Fotobuch gestalten werden. Sie können planen und überlegen, wie ihr Fotobuch aussehen soll. Die pädagogischen Fachkräfte halten die Gedanken und Schlussfolgerungen fest, die die Kinder in den bisherigen Gesprächen geäußert haben. Verdeutlichen Sie, dass die Auswahl der Materialien und Fotos anders ausfällt, wenn beim Gestalten eines Fotobuchs auf Nachhaltigkeit geachtet wird, als wenn Nachhaltigkeit keine zentrale Rolle spielt. Greifen Sie diesen Gedanken möglichst in allen Aktivitäten auf, um das Bewusstsein dafür zu stärken, dass der Blick auf Nachhaltigkeit einen Unterschied macht, auch wenn sie nicht ausdrücklich genannt wird.
  2. Fotos auswählen und ausschneiden

    Fotografieren Sie die Kinder. Sie können verschiedene Körperhaltungen einnehmen, am besten ist jedoch der ganze Körper auf dem Bild zu sehen. Drucken Sie die Bilder aus und geben Sie jedem Kind ein Foto von sich selbst. Helfen Sie den Kindern, ihre Figur vorsichtig mit einer Schere auszuschneiden.

  3. Hintergründe auswählen

    Legen Sie alte Zeitungen und Zeitschriften aus. Lassen Sie die Kinder Hintergründe und Bilder auswählen und ausschneiden.

  4. Die Fotobücher gestalten

    Die Kinder kleben die Hintergründe, ihre eigenen Bilder und wichtige Sätze aus dem vorangegangenen Gespräch auf Papier und binden die Blätter zu einem Buch zusammen. Eine Seite bleibt frei, damit Eltern und andere Familienmitglieder Rückmeldungen geben können.

Aufgabe 3: Wirklichkeit oder Fantasie?

Nutzen Sie die gestalteten Fotobücher, um darüber zu sprechen, dass nicht alle Fotos die Wirklichkeit zeigen. Waren die Kinder wirklich an den Orten, die auf den Bildern zu sehen sind? Oder haben sie eine Illusion geschaffen? Besprechen Sie, wie Fotos verändert oder bearbeitet werden können und warum es wichtig ist zu verstehen, dass Bilder nicht immer die Wahrheit zeigen und dass es Möglichkeiten gibt, die darin enthaltenen Informationen zu überprüfen. Beziehen Sie sich dabei ausdrücklich auf Umweltfragen, um zu verdeutlichen, dass Nachhaltigkeit im Mittelpunkt der Aktivität steht.

Gemeinsam nachdenken: Lassen Sie die Kinder die Fotos betrachten und sich über die folgenden Fragen austauschen.

  1. Könnt ihr erkennen, dass diese Fotos ausgedacht sind und nicht die Wirklichkeit zeigen? Woran?
  2. Warum erstellen Menschen eurer Meinung nach Fotos von ausgedachten Situationen?
  3. Wie können wir im Alltag erkennen, ob ein Foto echt oder gefälscht ist?
  4. Glaubt ihr, dass Fotos von ausgedachten Situationen in der Werbung verwendet werden?
  5. Warum machen Menschen im Urlaub gern Fotos von sich selbst?

Aufgabe 4: Schein und Sein

  1. Zeigen Sie den Kindern zunächst die Müller-Lyer-Täuschung und sprechen Sie darüber, wie die Linien aussehen.

    Die Müller-Lyer-Täuschung: zwei gleich lange waagerechte Linien, von denen die eine an den Enden nach außen gerichtete Pfeilspitzen und die andere nach innen gerichtete Pfeilspitzen hat.
    Die Müller-Lyer-Täuschung: Die beiden Linien sehen unterschiedlich lang aus, sind aber gleich lang.
  2. Fragen Sie die Kinder, wie sie überprüfen können, ob sich die Linien unterscheiden, und wie sie sich dieses Unterschieds sicher sein können. Sobald sie herausgefunden haben, dass die Linien gleich lang sind, regen Sie sie dazu an, nach Erklärungen dafür zu suchen.
  3. Sobald die Kinder zu einer Schlussfolgerung gekommen sind, veranschaulichen Sie das Ergebnis ihrer Überlegungen mit einem Bild wie diesem:

    Dieselben beiden Müller-Lyer-Linien, übereinander angeordnet und mit einer Messhilfe versehen. Sie zeigt, dass beide Linien genau gleich lang sind, unabhängig davon, in welche Richtung die Pfeilspitzen zeigen.
    Wenn man die beiden Linien nebeneinander vermisst, zeigt sich, dass sie gleich lang sind, unabhängig davon, in welche Richtung die Pfeilspitzen zeigen.
  4. Überlegen Sie anschließend, welche Dinge noch anders aussehen, als sie tatsächlich sind, und gestalten Sie Karten dazu. Verwenden Sie auch Naturbilder, um zum Beispiel fragen zu können, ob man sehen kann, dass Gletscher verschwinden. Führen Sie ein philosophisches Gespräch, in dem die Kinder herauszufinden versuchen, wie etwas aussieht, was es ist und warum es anders erscheint. Mögliche Beispiele sind: wie Dinge unter einem Mikroskop aussehen; wie ein Strohhalm in einem Glas Wasser geknickt aussehen kann; wie Menschen falsche Schnurrbärte und Perücken tragen oder sich in Theaterstücken verkleiden; Fantasie- und Rollenspiele auf dem Spielplatz; wie Tiere in ihrer Umgebung so tun, als wären sie etwas anderes (Stabheuschrecke); usw.

Diskussionsplan

  1. Kann etwas so aussehen, als wäre es etwas anderes?
  2. Kann der äußere Schein immer überzeugend sein?
  3. Kann etwas eine optische Täuschung sein?
  4. Ist eine Täuschung etwas Falsches?
  5. Sehen wir die Täuschung auch dann noch, wenn wir wissen, dass es eine Täuschung ist?
  6. Können manche Dinge immer so aussehen, wie sie tatsächlich sind?
  7. Kann etwas hässlich sein und anderen Menschen schön erscheinen?
  8. Kann ein falscher Schnurrbart echter aussehen als ein anderer falscher Schnurrbart?
  9. Gibt es Dinge, die wir nicht vortäuschen können?
  10. Warum tarnen sich manche Tiere?

Varianten

Weitere Ideen

  • Bildmanipulation in einem Film einsetzen Lassen Sie die Kinder verschiedene Hintergründe in einem Film zusammenstellen.
  • Einen Stop-Motion-Film über Täuschungen erstellen Verwenden Sie eine Stop-Motion-App, mit der die Kinder anderen Kindern ihre Erfahrungen erklären können.